Die Herstellung des industriellen Fertigfutters entspricht der Futterherstellung für die Kälber- und Schweinemast. Sie unterscheidet sich in der Regel lediglich in den hundespezifischen, synthetischen Geschmacks- und Aromastoffen. Die Inhaltsstoffe des Fertigfutters werden zwar auf der Packung aufgelistet, doch wirkliche Informationen werden dem Hundebesitzer damit nicht vermittelt. Folgende Inhaltsstoffe finden sich im Fertigfutter:
Rohprotein: Ist die Gesamtmenge an Eiweiß; ausgesagt wird aber nichts über die Wertigkeit. Meist werden minderwertige Eiweiße verwendet, denen wichtige Eiweißbausteine fehlen, so dass es zu Mangelerscheinungen und Krankheiten kommt. Minderwertige Eiweiße sind z.B. Haut, Blutadern, Gehirn, Sehnen, Bindegewebe, Därme, aber auch Klauen, Federn, Borsten, Wolle oder Tiermehl. Die darin enthaltenen Proteine können vom Hund nicht verwertet werden.
Rohfett: Hier kann ebenfalls nicht festgestellt werden, wie wertvoll diese Zutat ist. Damit die Fette für den Hund gesund sind, sollte es sich um ungesättigte Fettsäuren handeln. Im Fertigfutter werden zum Teil jedoch sogar gebrauchte Frittierfette oder andere mit toxischen Verunreinigungen belastete Fette verwendet, die den Stoffwechsel belasten und chronische Hauterkrankungen hervorrufen können.
Rohfaser: sind die unverdaulichen, pflanzlichen Bestandteile. Sie geben dem Hund ein Gefühl der Sättigung, aber bieten keine wirklich verwertbare Nahrung. Es handelt sich beispielsweise um Erdnusshüllen, Zellulose (Stroh, alte Zeitungen) oder Reste gepresster Kaffeebohnen.
Grundstoffe: Die Verwendung ist oft bedenklich. Tiermehl kann z.B. von erkrankten Tieren stammen, woraus sich eine Belastung durch Medikamentenrückstände wie Antibiotika, Kortisone und Einschläferungsgifte ergibt. Fleisch kann von Parasiten durchwachsen gewesen sein, die Tiere litten unter Umständen an Fieber, Tumoren oder Abszessen. Dennoch dürfen diese kranken Tiere als Futtermittel verarbeitet werden. Ebenfalls hoch problematisch sind die in der Geflügelmast verwendeten Hormone, die auch bei unseren Hunden aktiv bleiben und zu extremen Hormonstörungen führen können.
Beim Gemüse handelt es sich oftmals um Abfälle aus landwirtschaftlicher Produktion, verfault und vermodert. Erdnusshülsen, Nussschalen und Stroh dürfen hier ebenfalls legal als Gemüse deklariert und verwendet werden.
Zusatzstoffe: Alle Inhaltsstoffe sollen dank Zusatzstoffen wie Konservierungsmittel, Antioxidantien, Bindemittel, Stabilisatoren, Farb-, Aroma- und Lockstoffe haltbar, schmackhaft und appetitlich aussehend gemacht werden. Damit das Gemüse grün und das Fleisch braun aussieht und so dem Frauchen und Herrchen schmackhaft erscheint, werden Farbstoffe verwendet. Doch der Hund ist lediglich dazu ausgerüstet, natürliche Substanzen aufzunehmen und zu verwerten, der Abbau synthetischer Stoffe ist nicht vorgesehen. Der Organismus des Hundes ist daher fortwährend mit Abbau und Entgiftung der Zusatzstoffe beschäftigt. Dies löst oftmals Allergien und Hautkrankheiten aus.
Zur Geschmacksverbesserung verwendet die Industrie häufig Zucker und Karamell – Folge dieses Zusatzes sind oft Karies, Bauchspeicheldrüsen- und Analdrüsenprobleme.
Und synthetische Aroma- und Lockstoffe, machen den Hund süchtig auf eine bestimmte Marke. Ein Zustand, der gerade beim Hund, der einen ausgeprägten Instinkt für Nahrung und einen verlässlichen Geruchssinn hat, extrem erschreckend ist. Sein Geruchsinstinkt wird durch die Stoffe getäuscht und er frisst Dinge, die ihn sonst nie ansprechen würden.
Selbstverständlich müssen all diese Zutaten nicht im Fertigfutter enthalten sein, doch da sie für die Industrie sowohl kostengünstig als auch völlig legal zu verwenden sind, sollte man damit rechnen, dass diese Produkte verwendet werden.